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Feb
11
ENERGIEALLIANZ Austria forciert Synergien - Erfolgreiche SharePoint Migration mit HATAHET

 Firmensitz-Twin-Tower-VI[1]

Die ENERGIEALLIANZ Austria GmbH (EAA) setzt höchste Branchenstandards und bietet den Kunden alle erforderlichen Handels-und Vertriebsleistungen aus einer Hand. Eine Leistungsstärke die verpflichtet. Die IT der EAA ist dabei mit der Herausforderung konfrontiert Prozesse durch Standards zu optimieren und gleichzeitig die notwendige Flexibilität zu gewährleisten. Nur so können interne Abläufe kontinuierlich verbessert werden, was den Mitarbeitern die Zeit gibt, um die in- und ausländischen Kunden aktiv und kompetent zu betreuen. SharePoint ist einer der Kernbausteine der EAA IT Architektur. Damit dieser ohne Einschränkung für die Nutzer und in einem Schritt von SharePoint 2007 auf SharePoint 2013 migriert werden konnte, wurde wie schon bei der ursprünglichen Einführung von SharePoint wieder mit HATAHET zusammengearbeitet.

Wolfram_Buergel„Mit dem SharePoint können wir
einerseits von Standardisierungen
profitieren, andererseits bleiben wir
flexibel um auf die Herausforderungen
des Marktes reagieren zu können.“
Wolfram Bürgel, ENERGIEALLIANZ Austria GmbH




Lesen Sie die ganze Story >> PDF-Download


Hier noch die Key-Facts…

Herausforderung
Migration des bestehenden, gut integrierten Intranets von SharePoint 2007 direkt auf SharePoint 2013.

Für die Benutzer sollte die Migration möglichst wenig spürbar ablaufen.

Lösung
• Genauer Migrationsfahrplan
• Problemfelder in Migrationstests ermittelt und beseitigt
• Frühe Einbindung aller Beteiligten

Vorteile

• Portal auf SharePoint 2013 ohne große Veränderungen im „Look and Feel“
• Keine Unterbrechung des normalen Betriebes
• Neu aufgebaute, gut funktionierende Suche


Jän
12
Installation einer SharePoint Server 2016 Beta 2 Testumgebung mit Microsoft Azure (Single Server Farm)

Einleitung

Wir haben ja bereits über die Schaffung einer Basis Infrastruktur für eine SharePoint Server 2016 Umgebung mit Microsoft Azure berichtet und wollten dann noch auf die Installation der eigentlichen SharePoint Umgebung eingehen. Damals war die SharePoint 2016 IT Preview aktuell, nun ist es die SharePoint Beta 2 da. Somit ist dies der Teil 2 zum Blogeintrag Erstellen einer SharePoint 2016 Server IT Preview Testumgebung mit Microsoft Azure, Teil 1 - Die Basis.

Allgemeines zur Ausgangslage

In Microsoft Azure (mit der neuen "Azure Portal Oberfläche" geht das unheimlich schöne und schnell) wurden die folgenden u.a. Server implementiert. Dabei wurde eben wie im Blogeintrag Erstellen einer SharePoint 2016 Server IT Preview Testumgebung mit Microsoft Azure, Teil 1 - Die Basis beschrieben die Infrastruktur auf Basis von Microsoft Azure erstellt und das ISO-Image zu SharePoint Server 2016 Beta 2 herunter geladen und am Desktop des Servers srv-spf01-sp bereitgestellt.

Server Funktion Status
srv-spf01-dc Domain Controller, DNS Fertig installiert und konfiguriert (Domain: spf01.internal, NetBIOS: SPF01)
srv-spf01-sql SQL Datenbank für SharePoint Farm Fertig installiert und konfigurierter SQL Server
srv-spf01-sp SharePoint Server 2016 Single Server MinRole

SharePoint Server 2016 Beta 2 ISO-Image wurde auf Desktop geladen

Es ist so weit, die SharePoint Server 2016 Installation kann beginnen.

HINWEIS: Die genauen Voraussetzungen für die Server und Softwarekomponenten können Sie im TechNet Artikel Hardware and software requirements for SharePoint Server 2016 Beta 2 nachlesen.

SCHRITT 1 | Installation der SharePoint Server 2016 Beta 2 Software Prerequisites

Einfach das SharePoint Server 2016 Beta 2 ISO-Image am Desktop des Servers srv-spf01-sp mounten (rechte Maustaste) und splash starten und die Option "Install software prerequisites" auswählen…

Screeny002

… und dem Setup Wizard einfach folgen…

Screeny003-prerequisite01Screeny003-prerequisite02Screeny003-prerequisite03Screeny003-prerequisite04

… und fertig, ist ganz einfach Smiley

HINWEIS: Der Server wird mehrmals gestartet und der ganze Spaß kann schon ein wenig Zeit beanspruchen und natürlich kann man auch alles mit PowerShell & Co automatisieren.

SCHRITT 2 | SharePoint Server 2016 Beta 2 Setup ausführen

Nach der Installation der Software Prerequisites kann nun das SharePoint Server 2016 Setup ausgeführt werden, dazu im Splash (siehe Screenshot mit blauem Hintergrund oben) die Option “Install SharePoint Server” auswählen. Und schon startet der Setup Wizard und fragt wohin er den ganzen Spaß installieren soll…

Screeny004-install-setup02

…und dann wird auch schon installiert…

Screeny004-install-setup03Screeny004-install-setup04

…und am Ende der Setup Routine wird gefragt, ob man gleich mit dem “SharePoint Configuration Wizard” weiter machen will, und ja, wir wollen Smiley

HINWEIS: Und wer eine Pause machen will kann hier Schluss machen und den “SharePoint Configuration Wizard” auch gerne zu einem späteren Zeitpunkt aus dem Windows Start Menü wieder ausführen und genau hier weiter machen.

SCHRITT 3 | SharePoint Server 2016 Beta 2 Configuration Wizard ausführen

Und schon betritt der “SharePoint Products Configuration Wizard” die Bühne und wird uns bei der Konfiguration und Erstellung einer SharePoint 2016 Farm behilflich sein…

Screeny005-configurationwizard01

… es folgt eine Warnung dass ein paar Services bei der Konfiguration neu gestartet werden, also das ist in Ordnung, es besteht ja ohnehin keine andere Möglichkeit…

Screeny005-configurationwizard02

… folgende Bereiche werden dann abgefragt (siehe auch einzelne Screenshots unten für Details)…

  • Einer Farm beitreten oder neue Farm erstellen
  • Datenbank Server
  • Datenbank Name für SharePoint Konfigurationsdatenbank
  • Dienstkonto mit dem auf die Datenbank zugegriffen werden soll (=Database Access Account)*
  • Passphrase (für Farm Server “joins” benötigt)
  • SharePoint 2016 Server Rolle (MinRole, in unserem Bsp. Single Server Farm)
  • Zentraladministration Portnummer
  • Security Settings (NTLM/Kerberos)

*HINWEIS: In unserem Szenario ist das SPF01\svcspf01 und diese User hat alle Rechte (ist also Domain Admin) und wurde auch auf den SQL Server voll berechtigt (sysadmin). Wir implementieren hier eine Testumgebung und verzichten auf Security Details um “agiler” zu sein. Wer mehr über SharePoint 2016 Accounts für diesen Step wissen will, kann hier im TechNet konkret nachlesen.

Screeny005-configurationwizard03Screeny005-configurationwizard04Screeny005-configurationwizard05Screeny005-configurationwizard06Screeny005-configurationwizard07Screeny005-configurationwizard08Screeny005-configurationwizard09

… und wenn alles geklappt hat, die Erfolgsmeldung, das sollte dann so aussehen…

Screeny005-configurationwizard10

… und mit dem Click auf “Finish” geht es auch schon weiter.

HINWEIS: Und wer will, kann wieder Pause machen, den folgenden Farm Configuration Wizard kann man jederzeit aus der Zentraladministration im Menü “Configuration Wizard” aufrufen, und die Zentraladministration ist ja nun bereits am Server lauffähig *hurra*

SCHRITT 4 | SharePoint Server 2016 Beta 2 Farm Configuration Wizard ausführen

Weiter geht es im “Deployment” Programm Smiley ja, wir wollen helfen SharePoint besser zu machen…Screeny006-initialfarmconfig01

… und nun die Frage, ob man eben den Farm Configuration Wizard starten will, und ja wir wollen, also Click auf “Start the Wizard”…

Screeny006-initialfarmconfig02

…und nun erhält man einen Konfigurationsvorschlag für die SharePoint 2016 Service Applications und Services, den man auch entsprechend adaptieren kann, bevor installiert/konfiguriert wird…

Screeny007-initialfarmconfig04

HINWEIS: Als “Managed Account” haben wir bei uns wieder den bereits oben verwendeten Benutzer SPF01\svcspf01 verwendet, der eben Domain Admin ist und alle Rechte hat. Für eine echte Implementierung sollte das natürlich auf keinen Fall so sein. Wer mehr dazu wissen will kann dies in diesem Artikel nachlesen, so sollte man eben dann vorgehen.

Wir belassen für dieses Test-Szenario den Vorschlag des “Farm Configuration Wizard” und bestätigen dies durch einen Click auf “Next” und jetzt heißt es warten und warten…

Screeny007-initialfarmconfig05

HINWEIS: Was man sich immer dabei gedacht hat, this shouldn’t take long. *zwinker*

… und schließlich kann man eine SharePoint 2016 Site Collection erstellen, Eckdaten angeben und Vorlage auswählen (wir nehmen hier die Collaboration/Team Site Vorlage)…

Screeny007-initialfarmconfig06

… und dann *zwinker*…

Screeny007-initialfarmconfig07

…und schließlich haben wir es geschafft, für alle diejenigen die natürlich nicht eingeschlafen sind oder gar verzweifelt sind, es dauert halt ein bissl, aber nun…

Screeny007-initialfarmconfig08

… Hurra! Die SharePoint 2016 Beta 2 Farm “Spielwiese” ist mal fertig implementiert, hier der Beweis…

SharePoint Server 2016 Beta 2 Zentraladministration:

Screeny008

SharePoint Server 2016 Beta 2 Team Site (Site Collection):

Screeny009

…und wer meint, das dies wie SharePoint 2013 aussieht, ja und wer in die neueren Seiten von SharePoint “schnuppern” will, kann ja gleich mit einer hybriden Testumgebung beginnen.

Optionale Schritte | SharePoint Hybrid Features konfigurieren

Der nächste (optionale) Schritt wäre die Konfiguration der hybriden Features, sofern man seine SharePoint Server 2016 On Premise Umgebung mit Office 365 SharePoint Online verbinden will (Zentraladministration, Bereich Office 365)…

Screeny007-initialfarmconfig09

… doch das ist eine andere Geschichte für eigene weitere Blog-Artikeln.

Das wars mal, hope it helps a little bit Smiley

Also viel Spaß noch beim Arbeiten mit SharePoint Server 2016 Beta 2, Office 365 SharePoint Online und Microsoft Azure, letzteres macht besonders viel Spaß, wie ich empfinde.

GLG

Nahed Hatahet | nahed@hatahet.eu | powered by www.sharepoint-must-haves.eu


Nov
25
Rights Management in SharePoint

In den letzten Wochen habe ich mir etwas Zeit genommen um mir ein Thema anzusehen welches vor allem dann wichtig wird, wenn es darum geht seine oder die Daten Ihres Unternehmens, in SharePoint, vor denjenigen Augen zu schützen welche nicht dafür bestimmt sind. Viele Unternehmen haben für bestimmte Dokumente Compliance Richtlinien welche verhindern sollen dass Personen außerhalb dieses Compliance Bereichs unternehmensrelevante Daten erhalten. In Zeiten des globalen Datenaustausches und des freien Informationszuganges werden diese Arten von Sicherheitsthemen immer wichtiger.

Was kann SharePoint selbst?

Die erste Frage welche man sich hier stellt ist, was kann SharePoint selbst? Wer sich bereits mit SharePoint beschäftigt hat wird schnell verstehen wie die Berechtigungsstrukturen dieses Systems aufgebaut sind. Wir haben hier die Möglichkeiten sicherzustellen dass SharePoint Seiten nur von befugten Personen geöffnet werden können und auch, reglementieren ob bestimmte Bereiche des Unternehmens überhaupt auf diesen SharePoint zugreifen können. Die Permission Levels reglementieren ob Personen lesen schreiben oder administrieren können.

Aber an diesem Permission System gibt es ein Problem. Egal ob ich nun lesen schreiben oder administrieren kann, ich kann die Daten herunterladen, drucken, per mail versenden und eigentlich alles mit diesem Dokument tun was ich will, solange dies nicht im SharePoint passiert.

Wie Daten vor Weitergabe Schützen?

Was also tun? Wie schütze ich meine Daten vor Weitergabe? Microsoft stand vor demselben Problem wie wir es kennen. Als Antwort darauf entwickelten Sie, ursprünglich für sich selbst, ein Service mit dem Namen Active Directory Rights Management.

Wie setze ich es ein?

An dieser Stelle ein Hinweis, mit diesem Blog möchte ich keine Schritt für Schritt Anleitung für die Technische Installation von Rights Management bereitstellen, dafür gibt es bessere TechNet Artikel. Es geht mir vor allem darum zu erklären was es eigentlich ist und was ich damit machen kann.

Die Basis, auf der SharePoint sein Rights Management aufbaut ist das sogenannte Active Directory Rights Management ADRMS. Dieses wird mit der Domain verbunden und eingerichtet. Sobald dieses System aktiv ist kann man SharePoints Information Rights Management damit verbinden.

Somit ist das SharePoint IRMS nicht das eigentliche Rights Management, es ist eine Schnittstelle zu ADRMS, die technischen Einschränkungen geschehen nur dort.

Ist dieses System eingerichtet kann man Bibliotheken in SharePoint schützen.

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Wie funktioniert der IRM Schutz?

Die Bibliothek welche von IRM geschützt wurde kann weiterhin von jedem Benutzer mit der entsprechenden Berechtigung angesurft werden. Ein Benutzer mit Bearbeitungsberechtigungen hat weiterhin keine Einschränkungen in der Bearbeitung. Jedoch kann (sofern es nicht explizit erlaubt wurde) ein Gast keine Daten mehr kopieren, er kann auch nicht drucken, das Dokument per Mail versenden oder einen Screenshot davon machen. Das heißt er hat keinerlei Möglichkeit mehr mit dem Dokument zu interagieren, er kann genau dass wofür er Berechtigungen hat: lesen.

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Wenn jemand Berechtigungen zum Schreiben hat, kann diese Person drucken, sie kann Daten auch kopieren, jedoch ist es für sie nicht möglich Daten an unberechtigte Personen weiterzugeben. Denn ab dem Zeitpunkt an dem das Dokument geschützt wurde, liegen die Berechtigungen am Dokument und nicht am SharePoint Element. Sie kann ein Dokument zwar per Mail schicken, aber der Empfänger das Dokument nur dann öffnen wenn er auch dazu berechtigt ist.

Was heißt das nun genau?

Wir wissen nun also was mit IRM möglich ist, aber wann verwende ich es und worauf sollte ich achten?

Dieses Service ist sehr mächtig aber es hat seine Tücken. Man muss sich bei dessen Einsatz immer bewusst sein das dieser Schutz absolut ist. Es gibt keine genaueren Konfigurationsmöglichkeiten und Unterscheidungen abseits von Lesen und Schreiben. Entweder die Person darf etwas mit dem Dokument machen oder nicht. Mehrere Custom Policies kann man leider nicht anlegen. Weiter muss man sich auch im Klaren sein, dass ein geschütztes Dokument nur mit gültiger Domain Kennung angezeigt werden kann. Ein Dokument kann beispielsweise von einer schreibend berechtigten Person an die andere weitergegeben werden. Hat jemand aber keine Berechtigung kann er das Dokument nicht öffnen, ist jemand nicht an die Domain angebunden kann er dieses Dokument ebenfalls nicht öffnen. Ein guter Schutz um Daten innerhalb des Unternehmens zu belassen, schlecht wenn ich Daten an externe Personen weitergeben muss.

Man kann noch viele weiter Infos zu diesem Thema schreiben aber dazu reicht leider dieser Blog nicht aus. Gerne aber Informieren wir bei weiterem Interesse zu diesem Thema.

Ich hoffe ich konnte einen kleinen Überblick über das wenig besprochene Thema IRM geben.

Bei Fragen einfach an sebastian@hatahet.eu

Beste Grüße

Sebastian


Nov
16
European SharePoint Konferenz 2015 – Wrap up Day 2+3

So werte Leser, wie versprochen folgen noch weitere Informationen zur, am Freitag zu ende gegangenen, European SharePoint Konferenz.

Zunächst einmal die wichtigste Info:

European SharePoint Konferenz 2016 – in VIENNA !!! Smiley

Somit können Sie sich nächstes Jahr selbst vor Ort ein Bild machen und den spannenden Vorträgen lauschen. Oder Sie lesen einfach wieder im Blog bei uns mit Zwinkerndes Smiley

One Drive for Busniess Roadmap

In der ersten Session des zweiten Tages habe ich mir die Neuerungen zu One Drive for Business und den dazugehörenden Client angesehen. Für diejenigen, die über einen Office 365 Tenant verfügen und damit auch im “First Release Program” dabei sind, haben vielleicht schon die eine oder andere Änderung bemerkt. Im Browser ist mittlerweile multiple Select und Drag & Drop innerhalb des Browserfensters möglich. Sie können also mehrere Files im Browser markieren und diese dann mit Drag & Drop in einen andern Ordner verschieben. Auch ein neues Preview Panel wurde schon implementiert.

Die wichtigste Neuerung für den Sync Client ist aber sicher die selective Synchronisationsauswahl. endlich kann man auf Ordner bzw. sogar Filebasis definieren, welche Elemente aus dem One Drive gesyncht werden sollen.

11.11.2015 11 00 Office Lens

 

SharePoint Deployments mit Powershell Desired State Configuration

An sich ein sehr interessantes Thema, wie man recht einfach SharePoint Farmen mit Hilfe von Powershell DSC aufbauen und auch aktuell halten kann. Leider gab es bei diesem Vortrag viele technische Probleme und so konnten alle Demos nicht durchgeführt werden.

Die Idee dahinter sieht vor, dass sich die SharePoint Server in regelmäßigen Intervallen Management Object Files von einem WebServer holen und somit die gewünschte Konfiguration kontrolliert wird und im Bedarfsfall auch angeglichen wird.

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Day 3

Am letzten Tag der Konferenz wurde die Keynote von Mike Fitzmaurice gehalten. Wie immer mit viel Witz aber auch sehr kritisch hat er sich Gedanken über die Zukunft von SharePoint gemacht.

12.11.2015 09 06 Office Lens

Vor allem die Herausforderung viele System unter einen Hut zu bekommen ohne sich groß Gedanken um Schnittstellen machen zu müssen war das zentrale Thema seiner Keynote.

mikefitz

SharePoint Performance Monitoring and Troubleshooting

Auch der zweite Vortrag von Donald Hessing, den ich mir auf dieser Konferenz angesehen habe, war ausgezeichnet. Es wurden Punkte definiert die prinzipiell bei Problemen einer SharePoint Farm immer zu kontrollieren sind.

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Und das betrifft nicht nur die SharePoint Server selbst, sondern auch angebundene System oder andere Komponenten.

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Neben den Standard Tools wie zum Beispiel ULS Viewer oder Fiddler wurde auch auf nicht so bekannte Tool ein wenig genauer eingegangen, die einem SharePoint Administrator das Monitoring aber auch die Fehlersuche vereinfachen können.

So kann man z.B. mit dem LogParser 2.2 die IIS Logs weit detaillierter analysieren und so auch Probleme mit Authentifizierungen oder Domain Controller Responses durchleuchten.

 

12.11.2015 10 36 Office Lens

 

Whats new in SharePoint Server vNext

Im letzten Vortrag den ich auf dieser European SharePoint Konferenz 2015 besucht habe wurden die Änderungen in SharePoint Server 2016 on Premises nochmals genauer betrachtet.

Leider waren hier nicht sehr viel neue Infos zu bekommen. Die meisten Features und Neuerungen wurden schon von Bill Bear auf der Ignite erzählt.

Allerdings wurde ein wenig Licht in die Angelegenheit rund um “Zero Downtime Patching” gebracht. Es gibt zwar noch keine detaillierten Informationen aber im Endeffekt sieht es so aus, das die Patches nicht mehr mehrere GB groß sein werden sondern in kleine MSI oder MSPs aufgeteilt werden, die dann auch wirklich im Live Betrieb installiert werden können, ohne die Server neu starten zu müssen, oder ohne dass das Portal offline geht.

 

12.11.2015 14 34 Office Lens

 

Alles in Allem muss ich sagen, dass ich heuer wirklich von der Qualität der Vorträge begeistert war und die Konferenz so für mich ein voller Erfolg war. Leider ist es mir nicht möglich hier alle Infos in Beiträge zu packen.

Gerne können Sie mich aber Kontaktieren um weitere Infos zu dem einen oder anderen Thema zu erhalten.

 

Damit beschließe ich nun die Berichterstattung aus Stockholm und hoffe, dass wir uns nächstes Jahr in Wien auf der European SharePoint Konferenz 2016 treffen.

 

so long

Ernst

Twitter: @ernsthanke

Mail: ernst@hatahet.eu


Nov
11
European SharePoint Konferenz 2015 – Wrap up Day 1

Gestern ging der erste Tag der SharePoint Konferenz in Stockholm zu Ende und ich muss sagen ich war von der Qualität der Vorträge positiv überrascht. Doch schön der Reihe nach Smiley

Wie in meinem gestrigen Blog Post schon Erwähnt, wurde während der Key Note der SharePoint 2016 *BETA 2* Release Termin veröffentlicht. Aber auch sonst war die Key Note gespickt mit Ankündigungen zu den unterschiedlichsten Produkten und deren Roadmap, wie z.B. One Drive for Business, SharePoint Online, One Drive for Business Client und natürlich auch SharePoint Server 2016.

Auf die Key Note folgte einer der inspirierensten (gibt’s das Wort überhaupt Smiley ) Vorträge auf einer IT Konferenz die ich in den letzten Jahren gehört habe. Vielleicht lag es aber auch nur an dem Vortragenden, Geoff Evelyn, der mit unglaublicher Überzeugung und Hingabe über die, mit sich rasch entwickelnder Technologie einhergehenden Probleme und Herausforderungen, referiert hat.

Re-engeneering the SharePoint Migration

Der erste wirkliche Vortrag, den ich mir für den ersten Tag ausgesucht hatte, beschäftigte sich mit Möglichkeiten SharePoint Farm Migrationen zu vereinfachen, bzw. eine Richtlinie für solche Migrationen zu geben. (Ich bitte die Qualität der Bilder zu entschuldigen, aber ich wollte nicht auf die offiziellen Slides warten, sondern ihnen so schnell wie möglich die neuesten Infos zur Verfügung stellen)

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Im Endeffekt wurde hier eine sehr feine Möglichkeit präsentiert, wie man mit Hilfe eines PowerShell Script Frameworks, Migrationen vereinfachen und auch teilweise automatisieren kann. Die bestehende SharePoint Farm Konfiguration kann ausgelesen und in ein XML File verpackt werden. Dieses XML File wird dann mit Hilfe eines PowerShell Scripts geparst und die neuen Settings für die SharePoint 2013 Farm werden automatisch geändert.

Output ist dann ein weiteres XML, das verwendet werden kann, um mit Hilfe der Codeplex AutoSPInstaller Solution, die neue Farm wie gewünscht installiert werden kann. Hervorzuheben wäre hier, dass auch bestehende Custom Solutions aus der alten Farm ausgelesen und automatisch in der neuen Farm deployed werden können.

Expanding User Profiles with line of business data

Das nächste Thema war wirklich sehr interessant, da sich hier mit SharePoint 2016 on premises einiges für SharePoint Administratoren ändern wird. Unter SharePoint 2010 und 2013 konnten, mit Hilfe der User Profile Service Application und des User Profile Synchronization Services (FIM), Benutzerdaten aus Line of Business Systemen in SharePoint Profile importiert werden.

FIM als solches wird es in SharePoint 2016 nicht mehr geben!! Als ich das gehört hatte, war ich zunächst begeistert, da FIM oft zu wirklich massiven Problemen geführt hat. Sei es die initiale Konfiguration oder aber auch das „am Leben erhalten“ J

Per Default gibt es in SP 2016 nur einen Active Directory Import um Benutzerinformationen aus dem AD zu synchronisieren, aber es gibt keine Möglichkeit, auch wieder Daten ins AD zu exportieren.

Wie soll man nun in der neuen SharePoint Version Benutzerinformationen aus anderen Systemen (z.B. HR-Datenbanken, SAP etc.) importieren?

Die Antwort darauf ist MIM 2016 (Microsoft Identity Manager 2016).

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Mit dieser Weiterentwicklung des Forefront Identity Managers kann man, von Active Directory über SharePoint, beliebige Line of Business Systeme anzapfen und Informationen in das User Profile Service von SharePoint importieren. Allerdings lässt dieses neue Tool auch einige Fragen offen:

· Wie ist das zu lizensieren

· Kann es auf einem SharePoint Server installiert werden, oder wird ein dedizierter Server benötigt

· Wie funktioniert das mit migrierten User Profile Service Applications

Closer Look at new cloud hybrid search solution

Für letzte Session des ersten Tages habe ich mir dann hybride Search Solutions ausgesucht, da wir aktuell auch einige Projekte dazu laufen haben und die Herausforderungen eines zentralisierten Index für mehrere SharePoint Farmen nicht so leicht zu bewältigen sind.

Ziel einer wirklichen hybriden SharePoint Suche muss es sein, nur genau EINEN Index zu haben, auf den dann alle Farmen zugreifen können, damit für den Endbenutzer immer das gleiche Suchergebniss mit dem gleichen Ranking und den gleichen Refinements zur Verfügung steht.

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Funktionieren wird das ganze mit Hilfe der Cloud Search Service Application. Diese ermöglicht die Verbindung von SharePoint 2013 und SharePoint 2016 Farmen mit dem O365 Tenant. Jegliche Suchanfrage eines Benutzers wird dann an den zentralen Online Index gestellt und somit wird, egal von welchem Portal aus auf die Suche zugegriffen wird, immer ein zentraler Index verwendet und das User Experience ist somit immer gleich.

Leider kann ich hier in unserem Blog nicht so sehr ins Detail gehen, wie ich das vielleicht gerne möchte. Aber ich freue mich natürlich über jede Anfrage zu den Themen.

Mein morgiger Blog Post wird sich dann mit den heutigen Sessions befassen und hier kann ich schon vorrausschicken das es sehr feine Neuerungen für One Drive for Business geben wird.

Also schauen Sie auch morgen wieder vorbei.

So long und sonnige Grüße aus Stockholm

Ernst

Twitter: @ernsthanke

Mail: ernst@hatahet.eu

Kategorien:  SharePoint 2016#ESPC2015

Nov
10
ANKÜNDIGUNG: SharePoint 2016 Public Beta 2

Zunächst einmal einen schönen Gruß aus dem hohen Norden, aus Stockholm. Derzeit befinde ich mich auf der European SharePoint Konferenz und möchte Sie, wie immer, mit den neuesten Informationen von dieser Konferenz beliefern.

 

Bei der heutigen Key Note gab es gleich einmal eine große Ankündigung.

SharePoint 2016 Public Beta 2 wird Ende November veröffentlicht.

Dieser Build ist bereits 99% Feature ready. D.h. es sollten soweit alle neuen Features implementiert und funktionstüchtig sein.

 

Soweit einmal die wichtigsten Neuigkeiten vom Vormittag. Jetzt geht es dann gleich mit den Sessions weiter und ich bin schon sehr gespannt was mich erwarten wird.

 

So long

Ernst

Kategorien:  SharePoint 2016#ESPC2015

Okt
27
SharePoint 2016 Server Roles – Fluch oder Segen ?

Microsoft hat ja Ende August die SharePoint 2016 IT Preview veröffentlicht und somit die Möglichkeit gegeben, einen ersten Blick auf die neue SharePoint Version zu werfen.

Das wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen und habe mir daher die Preview ein wenig genauer angesehen. Abgesehen von den Informationen der Microsoft Ignite und Bill Baers Blog sind die Informationen zur neuen SharePoint Release ja noch recht spärlich gesät.

Im heutigen Blog Post möchte ich mich vor allem auf das “neue” Rollenmodell bei SharePoint 2016 konzentrieren. Dieses MinRole genannte Konzept besagt, dass innerhalb einer Farm benötigte Service Instanzen von SharePoint selbstständig konfiguriert und überwacht werden.

Wer von den werden Lesern kann sich noch an den Configuration Wizard von MOSS 2007 erinnern ? Hier eine kleine Gedächtnisstütze Zwinkerndes Smiley

server components 

 

Schon bei MOSS 2007 konnte man zwischen unterschiedlichen Server Rollen bereits bei der Installation wählen. Zugegeben, die Auswahlmöglichkeiten waren eher beschränkt und SharePoint hat danach die Rollen und Services nicht überwacht, aber dennoch zeigt sich, dass dies kein komplett neues Konzept von Microsoft ist.

 

Verfügbare Server Rollen

Welche Server Rollen stehen nun bei der Installation einer neuen SharePoint 2016 Farm zur Verfügung ? Hier einmal ein kurzer Überblick:

Rollen Name Beschreibung
Web Front End Services und End-User Anfragen, optimiert für geringe Latenz
Application Service Applications, Services und Komponenten, die Back-End Anfragen (z.B. search crawl request, backend jobs) bedienen
Search Service Applications, Services und Komponenten die für die SharePoint Suche zuständig sind
Distributed Cache Service Application, Services und Komponenten die für den Betrieb des Distributed Caches notwendig sind
Special Load Benutzerdefinierte Service Applications, Services und Komponenten, die nicht teil des MinRole Konzepts sind. Der Farm Administrator hat volle Kontrolle über die Aufteilung der unterschiedlichen Service Instanzen. MinRole überwacht diese Server nicht.
Single Server Farm Service Applications, Services und Komponenten die für den Betrieb einer Single Server Farm benötigt werden. Diese Server Rolle ist ausschließlich für Development und Testzwecke bestimmt.

 

Benötigte Server Rollen in unterschiedlichen Topologien

Die folgende Tabelle veranschaulicht nun die, von Microsoft, vorgeschlagene Topologie für eine SharePoint 2016 Farm:

Server Rolle benötigt für Content Farm benötigt für Shared Services Farm benötigt für Search Farm
Web Front End JA JA NEIN
Application JA JA NEIN
Search JA, wenn Search Service läuft JA, wenn Search Service läuft JA
Distributed Cache JA JA NEIN
Special Load optional optional optional

 

was heisst das jetzt für die Planung einer SharePoint 2016 Farm ? Entsprechend dem MinRole Konzept von Microsoft benötigt man für die Erstellung einer SharePoint 2016 Farm mindestens 4 Server:

 

1x Web Front End

1x Application Server

1x Search Server

1x Distributed Cache

 

Das ist schon einmal 1 Server mehr, als bei einer gewohnten SharePoint 2013 3-Tier Farm Topologie und hier ist auch noch keines der Services redundant ausgelegt. Bei einer herkömmlichen SharePoint 2013 3 Tier Server Architektur, konnte man ja im Bedarfsfall bestimmte Service Instanzen auf einem weiteren Server aktivieren um hier eine Redundanz zu gewährleisten. Mit dem MinRole Konzept von SharePoint 2016 ist das so nicht vorgesehen.

Hier wird die korrekte Service Aufteilung mit Hilfe eines Timer Jobs kontrolliert und dann auch im Health Analyzer angezeigt, wenn z.B. eine Search Service Instanzen auf einem Web Front End Server aktiviert wird.

sharepoint-2016-servers-in-farm

Sollte jetzt ein ganz verwegener Admin auf “Fix” klicken, so werden automatisch alle Service Instanzen deaktiviert, die nicht der Server Rolle entsprechen !!! Trauriges Smiley

Was bleibt also übrig ?

 

Redundante Farm Topologie

Um also eine redundante SharePoint 2016 Produktiv Farm aufbauen zu können, werden mindestens 8 !!! Server benötigt. Jetzt stellt sich hier natürlich die Frage, ob es nicht einfacher und kostengünstiger ist, die Server mit einer “Special Load” Rolle zu fahren und somit nach wie vor selbst entscheiden zu können, welche Services und Service Applications auf welchem Server laufen.

Ich denke, dass sich hier in Zukunft die Geister scheiden werden. Klarerweise muss sich das SharePoint Topologie Konzept für eine SharePoint 2016 Farm den Gegebenheiten einer Hybriden SharePoint Umgebung anpassen, das wird aber mit Sicherheit nicht auf alle SharePoint Farmen zutreffen.

Ich denke, dass die klassische 3-Tier Topologie wie auch die Streamlined Topologie weiterhin zum Einsatz kommen werden. Bei großen SharePoint Farmen wird sich aber wohl eher das neue MinRole Konzept durchsetzen.

 

Ich persönlich bin schon sehr gespannt auf die unterschiedlichen Herausforderungen mit SharePoint 2016.

 

so long

Ernst


Sep
23
Erstellen einer SharePoint 2016 Server IT-Preview Testumgebung mit Microsoft Azure, Teil 1

Allgemeines

Microsoft hat ja ein eigenes SharePoint 2016 IT Preview Server Image für Microsoft Azure (IaaS) publiziert, welches sich im Katalog für virtuelle Computer finden lässt.

sp2016-hatahet-setup-image01, sharepoint 2016 it preview server image im microaoft azure katalog, nahed

HINWEIS: Das Image finden wir nicht in der Preview des Azure Portals, man muss dazu das Portal unter http://manage.windowsazure.com dazu nutzen.

Die Herausforderung

Microsoft stellt keine fertig implementierte SharePoint 2016 Server IT Preview Server Farm(!) bereit, das Image ist ein Windows Server mit den SharePoint 2016 IT Preview Setupdateien installiert, so dass man direkt mit dem Starten des SharePoint Configuration Wizards zur Erstellung einer SharePoint Farm beginnen könnte. Was man dafür aber benötigt ist eine Domänenumgebung (Active Directory, DNS) und idealerweise wäre da noch ein Datenbankserver (SQL Server), der sollte da auch nicht ganz fehlen. Aber wie könnte das aussehen?

HINWEIS: Dieser Artikel ist keine vollständige Anleitung aber zeigt die wichtigsten Bereiche die zu beachten sind. Man kann danach step by step eine SharePoint 2016 IT-Preview Umgebung in Azure ohne weiters aufbauen mit ein paar Vorkenntnisse in Active Directory, DNS und SQL Server oder die das nicht wollen, für diejenigen soll es ein guter Überblick eben sein.

Benötigte Server Infrastruktur Topologie

(für eine SharePoint 2016 Single Server Implementierung)

Die folgende Grafik zeigt eine Beispiel Topology für eine SharePoint 2016 IT Preview Umgebung die mittels Microsoft Azure erstellt werden kann um eine SharePoint Farm mit der Single Server Rolle testen zu können.

sp2016-hatahet-setup-image02, example azure topology testing SharePoint 2016 single server rolle, nahed

HINWEIS: Sollte man größere SharePoint Farmen aufbauen wollen, benötigt man entsprechend mehr Server, aber zum Testen von Grundfunktionalität ist die Single Server Möglichkeit sehr angenehm, weil man eben nicht so viele Server erst aufbauen muss und zum Testen reicht das alle mal.

Einrichten der Basis (Azure Netzwerk erstellen)

Bevor man beginnt sollte man ein virtuelles Netzwerk erstellen, indem dann alle drei Server eingerichtet werden. Dabei kann man die Verwaltung und Vergabe von IP-Adressen komplett Microsoft Azure überlassen, eine sehr angenehme Begleiterscheinung der Microsoft Cloud Dienste, wie ich persönlich empfinde.

Somit erstelle ich mal ein Azure virtuelles Netzwerk mit folgenden Einstellungen für Adressraum und Subnetze:

sp2016-hatahet-setup-image03, beispiel adressräume für azure virtuelles netzwerk für sharepoint 2016 it preview, nahed

So, das sollte mal fürs erste reichen denke ich.

Einrichten der Basis (virtuelle Computer erstellen)

Den Server vorbereiten der später Domain Controller und DNS werden soll…

Nun kann es losgehen, aus dem Azure Katalog ein Windows Server 2012 R2 Datacenter Image auswählen und entsprechend konfigurieren. In meinem Beispiel soll dieser erste Server der Domain Controller und DNS Server für meine SharePoint Farm werden. Ich verwende dazu folgende Konfiguration für die Größe der zu erstellenden virtuellen Hardware: Standard_A1 (1 Kern, 1,75 GB Arbeitsspeicher). Weiter geben ich das vorhin erstellte Azure virtuelles Netzwerk und Subnetz an, mit dem der Server verbunden werden soll. Ich wähle das richtige Azure Abonnement für die Abrechnung und den Standort Nordeuropa (weil ich dort schon mal in einem Rechenzentrum zu Besuch war, mehr steckt nicht dahinter, vielleicht noch, weil es in der "Nähe" halt ist). Nun wird die virtuelle Maschine erstellt mit entsprechenden Disken, usw. so wie man es eben benötigt um die SharePoint 2016 IT Preview mal testen zu können. Über das Azure Netzwerk wird dem Server die IP-Adresse 10.1.0.4 vergeben (die ersten IP-Adresse sind belegt, 10.1.0.1 wäre z.B. das Gateway des virtuellen Netzwerks).

Ebenso mache ich es mit dem Server auf dem dann SharePoint 2016 IT Preview laufen soll…

Dazu wähle ich eben im Azure Katalog das gleichnamige Image unter virtuellen Computer erstellen aus (im Katalog auf SharePoint klicken, siehe dazu auch erster Screeenshot ganz oben im Artikel) und nehme wie oben beschrieben wieder die entsprechenden Einstellungen vor und verwende für die zu erstellende virtuelle Hardware die Schablone: Standard_A4 (8 Kerne, 14 GB Arbeitsspeicher) in meinem Beispiel. Das sollte mal ausreichen und schon wird von Azure der Server erstellt, sehr fein. Es wird übrigens von Azure ein Windows Server 2012 R2 Datacenter Server bereitgestellt eben mit den neuen SharePoint 2016 Setup Dateien implementiert. Der Server wird die IP Adresse 10.1.0.5 erhalten.

Zu guter Letzt noch der SharePoint 2016 Datenbankserver der nicht fehlen darf…

Dazu nun im Azure Katalog das Image für z.B. Microsoft SQL Server 2014 RTM Enterprise wählen und ebenfalls wie bereits oben beschrieben konfigurieren. Hier wird ein fertig implementierter Datenbankserver auf Basis von Windows Server 2012 R2 Datacenter bereitgestellt. Dieser wird die IP Adresse 10.1.0.6 von Azure erhalten. Als Schablone für die die virtuelle Hardware können Sie, je nach Bedarf z.B. Standard_A4 (8 Kerne, 14 GB Arbeitsspeicher) verwenden.

Damit hätte man die 3x Server und das 1x virtuelle Netzwerk fertig, zumindest auf Betriebssystem-Ebene und Setup Dateien-Basis mal. Es wird empfohlen vor den nächsten Schritten alle wichtigen Windows Updates noch einzuspielen, aber das erklärt sich ja von selbst, oder? *grins*

Domäne erstellen

Auf den ersten Server verbinden der eben als Domain Controller agieren soll und über den Server Manager nun eine Domäne erstellen. Dazu die Rolle Active Directory Services wählen. Konkret im Server Manager direkt am Server auf Manage und Add Roles and Features klicken und den Assistenz entsprechend ausführen.

sp2016-hatahet-setup-image04, beispiel domäne erstellen für sharepoint 2016 it preview, nahed

Als Installation Type die Option Role-based and Feature-based wählen, Server auswählen und eben die Active Directory Domain Services markieren usw. und nach Installation dann DCPromo ausführen/auswählen und als Domäne einfach z.B. sp2016demo01.internal (NetBIOS: SP2016DEMO) angeben, usw.

sp2016-hatahet-setup-image05, beispiel domäne erstellen 02 für sharepoint 2016 it preview, nahed

HINWEIS: Es wird auch ein DNS Server bei der Implementierung erstellt, die Option braucht daher nicht extra als Rolle markiert werden. Die IP-Adressen werden vom Microsoft Azure virtuellen Netzwerk verwaltet und vergeben, hier keine manuellen Änderungen in der virtuellen Maschinen selbst vornehmen.

Nach Fertigstellung sollten dann eben eine Active Directory Domäne und ein DNS auf diesen Server laufen. *hoffentlich*

DNS-Adressen in Azure hinzufügen

Wie erwähnt übernimmt Microsoft Azure die Verwaltung der IP-Adressen in einem virtuellen Netzwerk, dem man natürlich auch die DNS Server IP-Adresse des eben implementierten DNS Servers zentral hinterlegen muss. Sollte eine DNS Auflösung nach außen gewünscht sein, kann man hier eben auch noch weitere DNS Server angeben, so wie in meinem Beispiel hier.

Einfach das ganz oben erstellte Azure virtuelle Netzwerk im Azure Management auswählen, auf Konfigurieren in der oberen Navigation klicken und DNS-Server IP-Adresse der eben erstellen Domäne hier eintragen/hinzufügen.

sp2016-hatahet-setup-image06, beispiel domäne dns in azure konfigurieren für sharepoint 2016 it preview, nahed

Microsoft Azure sorgt dann dafür, dass man eben diese hier eingegebene DNS-Konfiguration dann auf allen Hosts vorfindet. Mit dem Eintrag der andere IP-Adressen (siehe Bild) gelingt dem Host eine Namensauflösung dann nach außen.

Das wäre es mit der Konfiguration des Domänen Controllers & DNS im groben Überblick.

SharePoint Server und SQL Server in die Domäne aufnehmen

Einfach auf den für SharePoint 2016 Server vorgesehenen Server und im Server Manager links auf local Server klicken und dann bei den Eigenschaften auf Workgroup klicken und dort den Server der oben erstellten Domäne hinzufügen. Der Server wird neu gebootet. Diese Prozedur ebenfalls mit dem SQL Server durchführen, der ebenfalls dann neu gestartet werden muss.

Wenn alle Server wieder gestartet sind sollten Sie am Domain Controller die Server Objekte der eben hinzugefügten Server im Active Directory Users and Computers Programm wieder finden (in den Apps im modernen UI direkt am Domain Controller zu finden).

sp2016-hatahet-setup-image07, beispiel active directory useres and computers für sharepoint 2016 it preview, nahed

Sie können die Server Objekte in der OU Server belassen, es soll ja nur eine Demoumgebung sein und mehr brauchen wir hier nicht zu investieren.

Was ich persönlich noch gerne mache ist zu prüfen ob meine IP-Infrastruktur auch sauber arbeitet und jeder Server mit jedem kommunizieren kann und alles DNS-Auflösungen von überall sauber funktionieren. Sicher ist sicher, Sie wissen ja zu gut wie das so ist mit diesen Servern.

Was werden wir in Teil 2 berichten?

Dies war also der Teil 1 von "Erstellen einer SharePoint 2016 Server IT Preview Testumgebung mit Microsoft Azure" und es steht einem Anlegen der benötigten Dienstkonten und deren Berechtigungen sowie dem anschließenden Starten des SharePoint Configuration Wizards eigentlich nichts mehr im Wege!

Doch das ist eine andere Geschichte von der wir demnächst berichten werden, das Experiment geht also weiter.

LG

NaHa (nahed@hatahet.eu)


Sep
07
SharePoint 2016: Darf es mit ein bisschen Office 365 SharePoint Online Services sein?

Die Urlaubszeit neigt sich dem Ende zu und SharePoint 2016 rückt näher. Ein neuer Server ist angekündigt und als IT Preview verfügbar. Das neue Microsoft SharePoint Baby wird hybrid zur Welt kommen und eine Symbiose mit den SharePoint Online Services bilden. Interessant dabei ist das Microsoft eigentlich keine On-Premises Version auf den Markt bringen wollte, ich war selbst dabei, als man SharePoint 2013 als die letzte SharePoint On-Premises Version Ende 2012 in Las Vegas ankündigte. Es kam aber anders: Hello SharePoint 2016!

Prinzipiell ist SharePoint eine mittlerweile ganz schön lange Zeit erfolgreich am Markt quasi etabliert, wenn ich so zurück schauen darf…

Es war einmal ein SharePoint 2016 (HATAHET)

Außerdem, man denke nur an die unheimlich vielen Partnerlösungen die in den letzten ca. 15 Jahren rund um die SharePoint Technologien entstanden sind (gefühlt sind es mindestens das doppelte an Jahren, zumindest wenn man täglich mit SharePoint zu tun hat). Die Zukunft sind dennoch Cloud Online Services und somit SharePoint Online oder Azure gehostete SharePoint Umgebungen - auch hier ist SharePoint 2016 Server sehr willkommen. Es gibt aber auch bereits zahlreiche Partnerlösungen, welche in der Cloud ihr zu Hause gefunden haben und täglich kommen neue dazu.

Dennoch, viele Unternehmen haben Ihre Umgebungen stark integriert und können einfach nicht von heute auf morgen auf Online Services oder Azure umstellen. Es fehlt dem Markt und Unternehmen auch an entsprechendem hybriden Know-how. Unternehmen brauchen vor allem aber auch Zeit um sich auf die neue Cloud Situation einstellen zu können und nicht zuletzt ist Datenschutz ebenso immer wieder ein Thema, warum auch immer.

Mit SharePoint 2016 Server können nun bestimmte Services auch in Kombination mit SharePoint Online genutzt werden und so können Unternehmen gezielt SharePoint Dienste nutzen. Entweder als SharePoint Online Service oder eben selbst betrieben (z.B. auch in Azure) mit SharePoint 2016 und einer tieferen Integration in bestehende System-Landschaften.

Evolution SharePoint 2016, hybride Szenarien (HATAHET)

Für den Benutzer soll dies alles transparent über die Bühne gehen. So ist es zum Beispiel möglich mittels der Cloud Search Service Application ein Suchergebnis zu erhalten, welches Cloud und On-Premises Ergebnisse beinhaltet. In einer solchen Konstellation wird der Index in der Cloud gehalten. Ähnlich verhält es sich mit der Delve Technologie, hier kommt Office Graph als Online Service zum Einsatz.

Prinzipiell baut SharePoint 2016 Server auf die bewährten Infrastrukturen auf, die ebenfalls mit SharePoint 2013 fokussiert wurden. SharePoint 2016 baut somit auf das bewährte Fundament von SharePoint 2013 mit den entsprechenden Neuerungen - wie das eben erwähnte Beispiel der Cloud Search Service Application sehr gut darstellt. Das Feature soll es eben auch für SharePoint 2013 Umgebungen geben, ebenso Delve.

Es bleibt also interessant und es wird auf Wunsch mit ein bisschen Office 365 SharePoint Online Services angerichtet sein… oder nicht gleich komplett auf die SharePoint Online Services setzen?

Unternehmen die auf SharePoint 2016 Server setzen erhalten mit SharePoint 2016 eine hybride SharePoint Umgebung mit der man den SharePoint Online Services Anteil selbstbestimmen kann. Das gibt Sicherheit und die Möglichkeit einer tieferen Integration Bestandsysteme und ermöglicht darüber hinaus ein schrittweises "auf Cloud-Dienste setzen".

In den nächsten Monaten werden wir vermehrt auf die Neuerungen rund um SharePoint 2016 berichten, dies aus strategischer und technischer Sicht.

LG

Nahed Hatahet | nahed@hatahet.eu | powered by www.sharepoint-must-haves.eu

Linksammlung:

Kategorien:  SharePoint 2016

Aug
14
Pfadeinschränkung bei Result Sources funktioniert nicht

Folgendes Problem kommt bei unseren Kunden mit SharePoint 2013 des Öfteren vor: Es wird eine Result Source erstellt die nur Suchergebnisse eines bestimmten Pfades zurückliefern soll. Wenn also eine Einschränkung auf z.B. eine Einschränkung auf http://intranet/departments/ erfolgen soll um Ergebnisse aus den Abteilungen IT (http://intranet/departments/it/) und HR (http://intranet/departments/hr/) zu erhalten dann sieht das Search Query folgendermaßen aus.

image

Prinzipiell wäre das ja OK, aber es funktioniert leider nicht und man bekommt keine Suchergebnisse zurück. Zumindest nicht die die man erwartet hätte. Grund dafür ist dass das Managed Property “Path” Out of the Box so eingestellt ist dass der Pfad exakt übereinstimmen muss. Eine Einschränkung auf “Contains” die hier durch den Doppelpunkt gekennzeichnet wird ist somit nicht möglich.

Somit muss man das Managed Property anpassen. Da ich aber kein Freund davon bin die Standard Properties zu verändern ist es sauberer ein neues eigenes Property anzulegen. Dazu einfach in der Seach Administration unter Queries and Results auf den Link “Search Schema” klicken.

Dann auf “New Managed Property” klicken und in diesem neuen Property die gleichen Einstellungen treffen wie beim Property “Path” mit der Ausnahme dass “complete matching” nicht gesetzt wird.

Also folgende Properties einstellen:

  • Property Name: myPath
  • Description: Für URL Einschränkungen mit Contains
  • Type: Text
  • Searchable: false
  • Queryable: true
  • Allow multiple values: false
  • Refinable: No
  • Sortable: No
  • Safe: true
  • Alias: keiner
  • Token normalization: true
  • Crawled Properties:
    image
  • Company name extraction: false

Danach Speichern und einen Full Crawl ausführen. Im Anschluss noch die Search Query anpassen, die dann so aussieht:

image

Wenn alles geklappt hat werden nun sowohl die IT als auch die HR Ergebnisse in der Suche ausgegeben sobald man auf “Test Query” klickt.

Würde mich freuen wenn ich jemanden mit dem kleinen Tipp hier weiterhelfen konnte wlEmoticon .

LG
Markus

Markus Reisinger | markus@hatahet.eu 
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Kategorien:  SharePoint 2013Suche

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